Ausstellungen

Austellung des Oberhessischen Museums

Honoré Daumier und die Antike
27.04. bis 30.06.2007, Wallenfels'sches Haus

Vom 27.04.-30.06.2007 zeigt das Oberhessische Museum anlässlich des 400jährigen Jubiläums der Universität in Zusammenarbeit mit dem Archäologischen Institut in der Sammlung des Archäologischen Instituts der Justus-Liebig-Universität im 2. Stock des Wallenfels'schen Hauses Lithografien "Honoré Daumier und die Antike".

Ausstellung des Stadtarchivs zum Jubiläum des Stadttheaters

Theater vor dem Theater - Zur Vorgeschichte des Theaterspiels in Gießen
11. 05.2007 bis Ende der Spielzeit 06/07., Anfang Juli im Stadttheater

Stadttheater GießenNicht erst seit der Errichtung des Theatergebäudes werden in Gießen Theaterstücke aufgeführt. Besonders ab der Mitte des 19. Jahrhunderts kann man in Gießen ein reges und vielfältiges Theaterleben in der Stadt beobachten. Und diese Traditionen des Theaterspiels reichen sogar noch weiter, bis in die frühneuzeitliche Geschichte der Stadt zurück.
Fast ebenso intensiv sind die Beziehungen von Stadtbürgertum und Universitätsangehörigen im kulturellen Bereich. So bildete sich, ausgehend von älteren Spieltraditionen an der Gießener Universität, seit dem Ende des 18. Jahrhunderts ein vielfältiges kulturelles Leben heraus, mit regelmäßigen Konzert- und Theaterveranstaltungen. Am Ende des 19. Jahrhunderts mündeten die gemeinsamen Bestrebungen von Stadt- und „Universitätsbürgern“ schließlich in die Gründungsvereinigungen für das Gießener Stadttheater ein.

Ausstellung des Neuen Kunstvereins Gießen

Lois & Franziska Weinberger – Feldarbeit I (Home Voodoo I)
02.06.–21.07.2007, Neuer Kunstverein Gießen

Kunstverein Giessen Weinberger Voodo-WeinbergerIm ehemaligen Kiosk an der Licher Gabel werden die beiden österreichischen Künstler Lois (*1947) und Franziska Weinberger (*1953) ihren Ausstellungszyklus ‚Feldarbeit’ beginnen.
Wissenschaftliche Recherche und künstlerische Gestaltung durchdringen einander in ihren Arbeiten. Das große Feld des Natürlichen und Kreatürlichen wird in Installationen, Zeichnungen, Anpflanzungen und Sammlungen neu organisiert. Bei ‚Home Voodoo I’ wurden rituelle Handlungen an einem Schneemann (als Voodoo-Puppe) vollzogen:
„Das Haupt des Schneemannes wird mit einer Wurzel des Straußenfarns bedeckt. Mit dieser Pflanze, die vor allem in gebirgigen Gebieten vorkommt, verbindet sich ein Aberglaube, denn nur in der Johannisnacht, wenn der Farn blüht, können die Samen gesammelt werden, sie bringen Glück und helfen, für den Teufel unsichtbar zu sein.“ (Eva Maria Stadler)

Die Ausstellung endet mit der ‚Langen Nacht im botanischen Garten’ am 21. Juli 2007. In einem Gewächshaus wird Dr. Annelie Pohlen (Bonn) einen Vortrag über Künstler und Gärten halten.

‚Feldarbeit II’ wird am 22. November im Rahmen des Projektes ‚Kunstgeschichte und zeitgenössische Kunst‘ in der Kunsthalle Gießen eröffnet. Neben einer großen Wandarbeit wird das Gartenarchiv der Weinbergers dem ‚Hortus Eystettensis’, einem im Jahr 1613 erschienenen prachtvollen Pflanzenbuch, gegenüber gestellt.


web: www.kunstverein-giessen.de
www.loisweinberger.net

Austellung des Oberhessischen Museums

Hermann Haindl - Baumriesen - Malerei
Rainer Haindl - Skulpturen - Olivenholz
07.06. bis 22.07.2007, Oberhessisches Museum

Anlässlich des 400jährigen Gründungsjubiläums der Universität in Gießen in Zusammenarbeit mit dem Botanischen Institut, dem Botanischen Garten und dem Freundeskreis des Botanischen Gartens werden im Oberhessischen Museum die Bilder von Hermann Haindl gezeigt. Seine Baumriesen sind malerische Eruptionen, in der die Baumnaturen uns als gewachsene surreale, dämonische aber auch heiter lächelnde Giganten entgegentreten. Die Arbeiten seines Sohnes bestehen aus Olivenholz und zeigen das den Stämmen innenwohnende Wachstumsgesetz in markanten und konzentrierten Formen.

Austellung des Oberhessischen Museums

Johann Nikolaus Reuling - Ein Malerleben
21.09. bis 21.10.2007, Oberhessisches Museum

Anlässlich des 400jährigen Jubiläums der Universtität zeigen wir im Ausstellungssaal des Obehessischen Museums eine Ausstellung zu dem Universitätsmaler Johann Nikolaus Reuling. Wir wollen mit dieser Ausstellung die Lebensbedingungen im 18. Jahrhundert in der Universitätsstadt Gießen erhellen und verständlich machen. Johann Nikolaus Reuling ist ein herausragender Künstler. Das Oberhessische Museum ist dankbar, eine bedeutende Sammlung seiner Werke in dem festen Bestand zu haben.

Ausstellung des Stadtarchivs zum Jubiläum der Universität

Antoniterkreuz und Geflügelter Löwe. Universität und Stadt auf dem Weg zum Dialog in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts
1.11.2007 bis 16.12.2007, im Oberhessischen Museum

wappen uni In der Expansionsphase von Stadt und Universität seit der Mitte des 19. Jahrhunderts zeigt sich eine im Interesse der beiden Korporationen zunehmende Intensivierung der Beziehungen. So wurden die von der Stadt geschaffenen "harten Standortfaktoren" der Infrastruktur, wie Kanalisation, Wasserversorgung, Einrichtung von Sportstätten und Bademöglichkeiten usw. durch die Universität wissenschaftlich begleitet. Bei der Schaffung "weicher Standortfaktoren" entwickelte sich im kulturellen Bereich ein vielfältiges Theater- und Musikleben, was sowohl den Bedürfnissen der Universitätsangehörigen als auch des städtischen Bürgertums entsprach.
Dieses verstärkte Zusammenwirken führte auch auf anderen Politikfeldern zu gemeinsamen Positionen. Von der Plattform der national-liberalen Partei aus konnten so, zumindest auf der lokalen Ebene, sozialdemokratische Bestrebungen weitgehend unterdrückt und antisemitischen politischen Einflüssen Einhalt geboten werden.
Schließlich war auch der zusätzliche Einsatz kommunaler und privater Finanzmittel gefragt, wegen der Konkurrenz der Nachbar-Universitäten und der sich immer weiter öffnenden Kluft zwischen "Wissenschaftskosten" und den tatsächlich zur Verfügung stehenden Steuermitteln.
Gerade das kleinstädtische Millieu Gießens mit seiner persönlichen Nähe läßt sehr präzise diejenigen gesellschaftlichen und politischen Kräfte hervortreten, die auf die Stadtentwicklung und auf das Wachsen der Universität entscheidend Einfluß genommen haben.

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