Wochenmarkt der Wissenschaft
Samstag, 19. Mai, 15.30 - 19.00 Uhr
Lindenplatz / Marktlaubenstraße
Mit dem Ende des samstäglichen Wochenmarktes beziehen am 19. Mai 2007 Wissenschaftler die Stände und Lauben der Marktbetreiber. Statt Tomaten, Handkäse, Kartoffeln oder Blumen bieten sie dort ihr Wissen feil. Mit Experimenten, Präsentationen, Kurzvorträgen und kleinen Vorführungen bereichern sie einen Wochenmarkt, der statt Gemüse erleb- und nachvollziehbare Wissenschaft im Angebot hat.
Mitwirkende auf dem Wissenschaftsmarkt:
Institut für Didaktik der Chemie: "Mitmachen und Erleben" Mitmachexperimente für Kinder wie die "Pharaoschlange aus Emser Pastillen", "Blue Bottle", "Feuerlöscher aus Brausepulver" und "Farbveränderungen mit Rotkohlsaft"
Akademisches Auslandsamt und Institut für Germanistik: "Deutsch gutt!" Der Bereich „Deutsch als Fremdsprache“ im Akademischen Auslandsamt und das Fachgebiet „Deutsch als Fremdsprache“ im Institut für Germanistik präsentieren gemeinsam ihre Lehr- und Lernangebote. So wird eine Marktlaube zum Klassenzimmer. Hier kann man sein Deutsch testen lassen, am Deutschunterricht teilnehmen und Deutschunterricht früher, heute und morgen erleben.
Instituts für Geschichte der Medizin: Kurzvortragsreihe
15.30 h : Dr. Anne Cottebrune: Die Etablierung der psychiatrischen Genetik in Deutschland, ca. 1910-1960: Nationale Entwicklungen im internationalen Kontext;
16.00 h : Dr. Sigrid Oehler-Klein: Emigration und Verfolgung: Menschen mit "Webfehlern" nach 1933;
16.30 h : Prof. Christian Giese: „Knochenarbeit“: Zur Geschichte der Osteosynthese beim Hund;
17.00 h : Philipp Stieger: Medizin als „Fremdsprache“: Medizinische Terminologie – live!;
17.30 h : Dr. Ulrike Enke: Wissenschaft auf Reisen: Die Gießener Pestexpedition nach Indien 1897;
18.00 h : Dr. Michael Knipper: Ärzte, Heiler und Patienten: Medizin in Amazonien
Physikalisches Institut: "Phystikantenstadl"
Am Samstagnachmittag möchten Ihnen die Physiker an ihren Ständen Appetit auf ihre Wissenschaft machen. Gegenstände und Materialien des täglichen Lebens zeigen verblüffende Eigenschaften bei sehr hohen und sehr tiefen Temperaturen. Wärmebildkameras zeigen die kühlen und heißen Seiten der Betrachter. Geisire speien Wasser von über 100 Grad, Vakuum läßt es bereits bei Zimmertemperatur kochen. Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt aus der Vielzahl der Appetithäppchen, die Sie erwarten.
Institut für Slavistik: "Wissen und Bildung – ostgrenzenlos"
Das Institut für Slavistik präsentiert die Vielfalt der gegebenen Möglichkeiten und Perspektiven ostgrenzenlosen Wissens, Studierens und Forschens.
Schülerlabor BioloGIo / Institut für Biologiedidaktik der Justus-Liebig-Universität: "Hefe lebt!"
Wir kennen Hefe als trockenes Pulver oder als Würfel im Kühlschrank, der dem Kuchenteig zugegeben wird. Auch beim Brauen von Bier wird Hefe verwendet. Hefe ist aber mehr als eine bloße Zutat: es handelt sich um ein Lebewesen, das alle wesentlichen Kennzeichen des Lebendigen wie zum Beispiel Stoffwechsel, Fortpflanzung und die Reaktion auf veränderte Umweltbedingungen aufweist. An diesem Stand werden einige der Eigenschaften von Hefe als lebendigem Organismus anhand von einfachen Experimenten verdeutlicht.
Arbeitsstelle Gender Studies und der Frauenbeauftragten der JLU: "Haben Sie gedacht der Feminismus sei out?"
Frauen- und Geschlechterforschung und Gleichstellungspolitik an der JLU
Die Arbeitsstelle Gender Studies und die Frauenbeauftragte informieren über Aktivitäten im Bereich der Frauen- und Geschlechterforschung und zur Frauenförderung an der JLU. Zur "F-Frage" wird eine Fragebogenaktion zur Geschichte der Emanzipation von Frauen und zum aktuellen Stand der Geschlechterverhältnisse in Deutschland durchgeführt.
Magistrat der Stadt Gießen, Amt für Umwelt und Natur: "20 Jahre Amt für Umwelt und Natur Gießen"
Vom Wissen zum Handeln: Schautafeln stellen die Arbeitsschwerpunkte des Amtes in den vergangenen 20 Jahren dar: Naturschutz, Altlasten, Klima, Luftreinhaltung, Abfallwirtschaft.
Schunk Kohlenstofftechnik, Entwicklung: "Nagelbare Keramik"
Mitmach-Aktion für alle, die nicht glauben, dass sich Keramik tatsächlich durchnageln lässt.
Biochemie der Ernährung, Interdisziplinaeres Forschungszentrum der JLU Gießen: "Visualisierung von Biomolekülen"
An diesem Stand können die Besucher in die Welt der Nanowissenschaften eintauchen. Mittels verschiedener mikroskopischer Techniken und dreidimensionaler Modellierungstechniken werden mikroskopisch kleine Organismen, Proteinkristalle und sogar einzelne Moleküle sichtbar gemacht. Außerdem werden die Prinzipien der strukturbasierten Medikamentenentwicklung erläutert.
Arbeitsgruppe Vakuumtechnik des Fachbereichs MNI der Fachhochschule Gießen-Friedberg: „Schaumköpfe wachsen im Vakuum"
Beeindruckende Schauexperimente für Kinder und: Wir wiegen Sie mit Vakuum. Schauexperimente für Erwachsene unter Einsatz der Magdeburger Halbkugeln.
Mettler Toledeo: "Mehr als Wägen"
Mettler Toledo, der Weltmarktführer im Bereich Wägetechnik zeigt, was Waagen aus den verschiedenen Bereichen heute alles können. Außerdem wird auch dargestellt, was man alles wiegen kann. Was wiegt z.B. Musik?
Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung:
"Präsentation von Arznei-, Gewürz- und Farbstoffpflanzen in ihrer Verwendung, Kultivierung und Erforschung"
Dargestellt werden einzelne Pflanzen in Gefäßen und verschiedene Anwendungsbeispiele. Das interessierte Publikum kann sich an einem Wissensquiz mit anschließender Preisverleihung beteiligen.
Abteilung für Allgemein-, Visceral-, Thorax-, Transplantions- und Kinderchirurgie - Zentrum für minimal-invasive Chirurgie Gießen, Präsentation:
"Die minimal-invasive Chirurgie - Möglichkeiten der Schlüssellochoperation"
Kleine Schnitte für große Chirurgie
Die Astronomische Arbeitsgemeinschaft im Kulturring Heuchelheim: "Astronomie zum Anfassen"
Astronomie zum Anfassen bietet die Astronomische Arbeitsgemeinschaft. Von "d" wie "drehbare Sternkarte" bis "S" wie "Sonnenuhr" werden Aspekte der praktischen Astronomie vorgestellt. Sollten sich ausreichende Wolkenlücken bieten, besteht die Möglichkeit zur Sonnenbeobachtung mit einem Spezialteleskop.
Die Labore der Biomechanik und Rapid Prototyping der Fachhochschule Gießen-Friedberg: "Wie werden moderne Techniken im Bereich der Medizin- und Kriminaltechnik eingesetzt?"
Die Anwendung von 3-D Messtechnik und digitaler Modellierung sowie Rapid Prototyping im Bereich der kriminaltechnischen und rechtsmedizinischen Gesichtsrekonstruktion kann man am Stand der Fachhochschule Gießen-Friedberg erleben. Mit Hilfe der Mitarbeiter des Biomechanik-Labors und der Rapid-Prototyping-Abteilung können Sie 3-dimensional messen und modellieren lernen.
FB Sozial- und Kulturwissenschaften der Fachhochschule Gießen-Friedberg in Zusammenarbeit mit Hartmut Massoth: „Energieerzeugung mittels hand- und fußbetriebener Maschinen“
Intelligente Technik lässt Strom sparen! Wir demonstrieren den Aufbau eines Minikraftwerkes zur Stromversorgung von Funkgeräten, Radios oder Batteriefernsehern
Institut für Entwicklungspsychologie: „Wie Kinder denken“
An verschiedenen Aufbauten können Kinder ihre Wahrnehmung und ihr Denken testen. Sie können selber ausprobieren, was sie über das Verhalten von Objekten und Ereignissen wissen oder herausfinden, wie ihre Aufmerksamkeit, ihr Lernen und ihr Gedächtnis funktioniert. Außerdem wird erläutert, wie solche Fähigkeiten bei Säuglingen untersucht werden.
Institut für Allgemeine Psychologie I / Wahrnehmungspsychologie: "Sinnestäuschungen und Sinneswahrheiten"
Unsere Sinnessysteme ermöglichen es, dass wir uns in der Umwelt zurechtfinden. Wir werden zeigen, mit welchen Problemen sich unser Gehirn beim Sehen auseinander setzen muss und wie Lösungen, die meistens funktionieren, manchmal ganz schön daneben liegen können.
Institut für Klinische Psychologie: "Klinische Neuropsychologie"
Klinische Neuropsychologie beschäftigt sich mit der Diagnose und der Behandlung von Beeinträchtigungen im Wahrnehmen, Denken und Erleben durch eine Hirnschädigung. Es wird gezeigt, wie Planen und Handeln funktioniert, wodurch beides beeinträchtigt wird und welche therapeutischen Möglichkeiten es gibt.
Institut für Klinische Psychologie: "Verhaltenstherapie"
Ängste, Depressionen und Essstörungen sind Beispiele von psychischen Störungen, die mit Hilfe der Verhaltenstherapie erfolgreich behandelt werden. Die verhaltenstherapeutische Ambulanz stellt sich vor und erläutert, wie wissenschaftliche Erkenntnis in die Verhaltenstherapie einfließen.
Bender Institute of Neuroimaging (Bion): "Blick ins Gehirn"
Eine Dia-Show informiert über das Bion. Mit moderner Magnettechnologie (MRT) erhält man einen Einblick in das arbeitende Gehirn. Wir stellen MRT-Studien aus verschiedenen Forschungsbereichen vor, u.a. Angststörungen, Emotion, Schmerz und Trance.
Institut für Romanistik __
Doktorandinnen stellen ihre Forschungsergebnisse vor: „Inkas erzählen ihre Geschichte: Indigene Chroniken aus Peru“ und „Vergangenheitsverarbeitung à la española: Wie sich das Theater an die dunklen Seiten der spanischen Geschichte erinnert“.
''Verein und Stiftung Verantwortung statt Gewalt, Koordinierungsstelle Gewaltprävention und FB Psychologie: „Schule, Elternhaus in Europa und Deutschland“
Die wissenschaftlichen Ergebnisse des Kooperationsprojekts von Schulen und Universitäten in Europa werden präsentiert und praktische Hilfen vorgestellt.
Greilich, Hirschmann & Coll.: „Recht zum Reinbeißen!“
Recht im Alltag wie auch Rechtswissenschaft als Studiengang sind alles andere als langweilig, sondern richtig attraktiv, geradezu „zum Reinbeißen“ gut. GHC als multidisziplinäres Beratungsunternehmen vermittelt dies in greifbarer Art.
Arbeitsgruppe Strahlenschutz der FH Gießen-Friedberg: „Strahlung überall“
An diesem Stand wird unsichtbare Strahlung nicht nur von Handys, sondern auch von Nahrungsmitteln, Erde und dem eigenen Körper gemessen – lassen Sie sich überraschen, was alles strahlt und ob es gefährlich ist.
Professur Ernährungsverhalten und Verbraucherberatung: „Wissenschaft für alle Sinne – Wissen erleben und Regionalität schmecken“
Hier wird gezeigt, wie sich Wirtschaft und Wissenschaft gemeinsam um eine gesunde und umweltschonende Ernährung bemühen sowie neue Wege der Verbraucherbildung beschreiten. Ein moderiertes Live-Cooking lässt sich in den Kochtopf gucken.
Arbeitskreis „Transkulturelle Medizin, Migration und Gesundheit“ am FB Humanmedizin: „Krankheit zwischen den Kulturen“
Welcher Zusammenhang besteht zwischen Krankheit und Kultur? Macht Migration krank? Was tun, wenn Arzt und Patient keine gemeinsame Sprache sprechen? Der AK Transkulturelle Medizin lädt ein zu Information und Dialog.
Gießener Zentrum Östliches Europa (GiZo): "Entdecken Sie zusammen mit uns das Östliche Europa"
Das Gießener Zentrum Östliches Europa der Justus-Liebig-Universität präsentiert sich mit Informationen zum interdisziplinären Lernen und Forschen mit dem Themenschwerpunkt Osteuropa, den türksprachigen Regionen der ehemaligen Sowjetunion und der Türkei. Wir freuen uns auf Gespräche und Diskussionen rundum dieses Thema und laden besonders die kleinen Gäste dazu ein, die „großen Wissenschaftler“ im Spiel herauszufordern – egal ob im Memory der Nationalflaggen, dem Osteuropa-Quizz mit Tombola oder beim Sprachenquiz.
Rudolf-Buchheim-Institut für Pharmakologie: "Zu Risiken und Nebenwirkungen…"
Erleben Sie die faszinierende Welt der Pharmakologie. Riechen Sie an Liebigs Chloralhydrat und Chloroform, aber schlafen Sie nicht dabei ein. Lernen Sie Interessantes über hochwirksame Gifte, Morphin, Giftpflanzen, Digitalis, Cocain. Schätzen Sie die riesig große Menge an Tabletten, die Sie mal in Ihrem Leben einnehmen werden – Sie können nur gewinnen. Erleben Sie, dass nicht nur Motten Löcher machen und schauen Sie sich durchs Mikroskop an, was Bakterien mit Zellen anrichten. Kommen Sie, staunen Sie...!
Mitwirkende: Professoren, Mitarbeiter und Doktoranden des Rudolf-Buchheim-Instituts für Pharmakologie
Department of Economics, VWL III der Justus Liebig Universität
Ohne Knall und Rauch. Ökonomische Experimente zum Mitmachen
Fast zweihundert Jahre lang wurden in der Ökonomie Experimente für unmöglich gehalten. Heute ist die experimentelle Ökonomie ein wichtiger und anerkannter Bereich.
Bei unseren Experimenten versetzen wir das Publikum in eine Situation, in der Entscheidungen zu treffen sind, bei denen es um gesunden Menschenverstand und ein wenig Geld geht. Die Versuchspersonen müssen nichts wissen, sondern nur zuhören und mitmachen. Sie werden sehen: auch ohne Knalleffekte sind unsere Experimente spannender, als Sie glauben. Zwischen den Experimenten unterhalten wir uns gerne mit Ihnen und beantworten Ihre Fragen.